|
Kredit und Finanz Lexikon F
Factoring
Es wurde ursprünglich in den USA entwickelt und später auch mehr und mehr in Deutschland eingeführt. Im Grunde ist es ein Instrument der Absatzfinanzierung, bei der ein Kreditinstitur der Factor, Geldforderungen ankauft, die die Warenlieferungen begründet wurden.
Der Factoring Kunde erhält den Gegenwert der verkauften Forderungen bei Einreichung, also vor Fälligkeit der Rechungsbeträge gutgeschrieben. Mit de Vorteil, dass er sofort wieder über Liquidität verfügt, wobei durch entsprechende Vereinbarung auch das Schuldnerrisiko ausgeschlossen werden kann. Besonders geeignet ist Factoring für mittelständische Unternehmen, die über kein eigene Rechnungswesen Abteilung verfügen. Meistens handelt es sich hierbei um Produzenten von Konsumgüter, die Ihrem Abnehmern Zahlungsziele bis zu 90 Tagen gewähren.
Üblicherweise bieten die Factoring Institute heutzutage ein All-Round Dienstleistungspaket an, in dem sie für Ihre Kunden die laufend eingereichten Rechnungen eigenverantwortlich als Debitoren Buchhaltung führen. Dabei werden meist 70 bis 90 Prozent der Rechnungsbeträge mit der Wertstellung des mittleren Verfallstages gutgeschrieben. Der Rest wird einige Woche zum Ausgleich möglicher Beanstandungen einbehalten.
Einige Bedeutung hat auch das Export Factoring erlangt: Der Factor kauft die Export Forderungen in der Regel unter Übernahme des vollen Kredit und Währungsrisikos an.
Festdarlehen
Ohne laufende Tilgung des Darlehensbetrages. Das Darlehen wird nach Ablauf einer definierten Zeitspanne in einer einzigen Summe zurückgezahlt. Während der Darlehenslaufzeit sind nur die fälligen und bis zum Ende fest bleibenden Zinsen sowie die Ansparraten für einen evtl. vorhandenen Bausparvertrag zu zahlen.
Die Rückzahlung am Ende der Frist erfolgt in der Regel entweder aus einem zugeteilten Bausparvertrag oder aus einer fälligen Lebensversicherung. Anders als beim Annuitätendarlehen bleibt die Darlehenshöhe unverändert.
Festzins
Zins, der für einen bestimmten Zeitraum vertraglich fest vereinbart wird. Eine Änderung des Zinssatzes während dieses Zeitraums ist nicht möglich.
Mit einem Festzinsdarlehen kann man sich gegen steigende Zinsen absichern, allerdings auch nicht mehr von sinkenden Zinsen profitieren.
Festzinsdarlehen
Darlehen, bei dem der Zinssatz für einen bestimmten Zeitraum (Zinsbindungsdauer) gleich bleibt und unabhängig vom Kapitalmarkt festgeschrieben ist.
Mit einem Festzinsdarlehen kann man sich gegen steigende Zinsen absichern, allerdings auch nicht mehr von sinkenden Zinsen profitieren.
Nach Ende der Laufzeit der Zinsbindung bleibt oft eine Restschuld, die durch eine Anschlussfinanzierung, meist mit ebenfalls gleich bleibendem Zinssatz, getilgt wird.
Finanzierungsbedarf
Summe aller finanziellen Mittel, die zur Finanzierung eines Vorhabens benötigt werden.
Der eigentliche Finanzierungsbedarf (Fremdfinanzierungsbedarf) ergibt sich aus Finanzierungsbedarf abzüglich Eigenkapital.
Finanzierungsplan
Beschreibung aus der hervorgeht, aus welchen Geldquellen das Startkapital für ein Vorhaben aufgebracht und der Kapitalbedarf finanziert werden kann.
In dieser Beschreibung werden auch die tragbare Belastung, der Finanzierungsbedarf und Tilgungs- und Zinsleistungen berücksichtigt.
Forward-Darlehen
dienen zur Sicherung des aktuellen Zinsniveau bei Kreditzinsen.
Genau betrachtet ist ein Forward-Darlehen eine Art Zinsspekulation zur Sicherung von aktuell günstigen Kreditzinsen.
Aber man sollte auch hier nicht Blind vertrauen und verschieden Kreditzinsen vergleichen. Besonders lohnen können Forward-Darlehen sein, wenn mit einer Erhöhung der Kreditzinsen in naher Zukunft zu rechnen ist.
Freihändige Verwertung
Zahlt ein Schuldner seine Schulden bei einer Bank nicht, muss ein Kreditinstitut nicht den sonst üblichen Rechtsweg bei der Verwertung eines Pfandes gehen, sondern kann das Pfand selbstständig verkaufen. Allerdings muss dieses Recht im Pfandvertrag festgelegt worden sein. Mögliche Überschüsse aus Verwertung erhält der Schuldner.
Fremdkapital
Definiert sich aus den anfallenden Kosten eines Vorhabens abzüglich dem Eigenkapital.
Fremdkapital kann ein Bank- oder Lieferantenkredit, Bankdarlehen, Kundenanzahlungen, festverzinsliche Wertpapiere etc. sein.
Fremdkapital ist im Gegensatz zum Eigenkapital stets befristet. Die Höhe der Fremdverschuldung hängt grundsätzlich mit der Höhe des Eigenkapitals zusammen.
Freikredit und Freierkredit
Viele Kreditarten sind in der Nutzung etwas eingeschränkt und man kann diese nicht frei verwenden. Bei einem Freikredit oder Freierkredit sieht es für den Verbraucher etwas anderes aus, denn er kann das Geld welches er in Form eines Kredites bekommen hat frei verwenden.
|